Der Leopardgecko

Der Leopardgecko (wissenschaftlicher Name Eublepharis macularius) ist eine Art der Lidgeckos Eublepharidae. Sie bewohnen trockene und halb-trockene Steppenlandschaften. Sandlandschaft wird vermieden. In freier Wildbahn kommen sie im südöstlichen Afghanistan, zentralen Pakistan und dem Nordwesten Indiens vor.

Leopardgeckos sind dämmerungsaktive Bodenbewohner und verbringen meist den ganzen Tag in Verstecken. Anstatt Haftlamellen haben sie Krallen, um z. B.: Erdhöhlen zu erweitern.

Sie sind die typischen Vertreter der Lidgeckos (Eublepharinae) und können im Gegensatz zu den meisten anderen Geckos, ihre Augen schliessen. Beim fressen schliessen sie reflexartig die Augen um Verletzungen am Auge zu vermeiden, durch Abwehrverhalten des  Futtertiers.

Körperbau und Färbung:

Betrifft wildfarbene Leopardgecko. Ihren Namen verdanken die Leopard-geckos ihrer auffälligen schwarz gelben Fleckenzeichnung, die an die Raub-katze den Leoparden erinnert. Die Punkte oder Flecken sind schwarz auf einem gelben bis ockerfarbenen Hintergrund. Die Bauchseite ähnelt dem Farbton creme weiss.

Die Jungtiere ( Juvenil, noch nicht Geschlechtsreif ) weisen eine ganz andere Färbung/Zeichnung auf. Sie sind schwarz, gelb bis ockerfarben gebändert. Etwa mit einem Alter von drei bis sechs Monaten färben sich die jungen Geckos um und sehen mit ca. einem Jahr so aus wie erwachsene     ( Adult, Geschlechtsreif )  Leopardgeckos.

In unregelmässigen Abständen häuten sich die Tiere. Als Jungtier häuten sie sich öfters, da sie im Wachstum sind. Um so älter sie werden, um so weniger häuten sie sich. In der Regel  etwa alle 1-2 Monate. Die Haut wird meist während der Häutung aufgefressen. Wenn Hautreste an Gliedmaßen wie Zehen, Schwanz, Beine zu erkennen sind, sollten diese mit einem feuchten Q-Tip abgerubbelt werden. Wenn nicht besteht die Gefahr das die betroffene stellen abgeschnürt wird.

Die Grösse der Leopardgeckos ist unterschiedlich, meist aber werden sie durchschnittlich 25-30 cm lang.

Ihr Schwanz wird als Fettspeicher benutzt, der sehr wichtig ist für nahrungs-arme Zeiten. Wenn ein Leo Reserven angefressen hat, dicker Schwanz, kann dieser Wochen ohne Futter auskommen. Wasser brauchen sie unbedingt, dies sollte täglich frisch angeboten werden

Mittlerweile gibt es unzählige Farbzucht Varianten, um alle hier aufzuzählen wäre viel zu viel. Einige Farbformen könnt Ihr in folgendem Link anschauen : Leopardgecko-Wikipedia

Haltung:

Eins vorne weg, nie 2 Männchen in ein Terrarium setzten. Es sind Rivalen und bekämpfen sich bis zum Tode, also nie ausprobieren! Also nie 2.0 !!

Wenn Männchen und Weibchen in einem Terrarium gepflegt werden, sollten es mindestens 1.2 sein. Also1 Männchen und 2 Weibchen. Die Einzelhaltung ist ebenso möglich.

Kurze Erklärung zum Geschlecht:

1.0 Männchen

0.1 Weibchen

1.1 ist nicht so optimal, da das Männchen das Weibchen in der Paarungs-phase stark bedrängen würde und das Weibchen sterben könnte vor Stress.


Im Terrarium:

Als Bodengrund könnt ihr fast alles verwenden, sofern es nicht loser Sand oder eine ähnliche Konsistenz vorweist. Frei zugänglich sollte täglich frische Wasser sein und eine Schale mit zerriebener Sepiaschale, damit ist die Kalziumversorgung gesichert. Rückwand und Seitenwände sollten ausge-baut sein, damit mehr Platz für die Leos zur Verfügung steht. Einige Höhlen sollten ebenso zur Verfügung stehen, mindestens soviel wie Leos im Terra sind und zusätzlich eine Wetbox in der feuchtes Coco-Ground ist.

Beleuchtung und Wärme: 

Als Beleuchtung sind zum Beispiel Leuchtstoffröhren und Spotstrahler zu verwenden. Bei den Röhren, egal ob vom Baumarkt oder Zoohandel, immer drauf achten dass diese mindesten 6.500k haben. Bei den Spotstrahler reichen handelsübliche vom Baumarkt. Wir haben immer 2 verschiedene Wattstärken vorrätig, im Winter die Stärkere und im Sommer die Schwäc-here. Als Wärmequelle dient der Spotstrahler. Die Temperaturen sollten tagsüber zwischen 35°C – 25°C  und nachts um die 20°C liegen. Die Luft-feuchtigkeit sollte tagsüber bei 40% – 50% und durch das abendliche sprü-hen mit Wasser kann die Luftfeuchtigkeit auf 60-80% kurzzeitig ansteigen. 

Die Futtertiere:

Argentinische Waldschaben, Heuschrecken, Grillen, Heimchen und Mehl-würmer werden gerne von den Leopardgeckos angenommen. Damit bieten man den Geckos eine abwechslungsreiche Nahrung. In regelmäßigen Ab-ständen sollten die Futtertiere mit einem Vitaminpräparat bestäubt werden.

Wir haben über die Jahre einige Vitaminpräparate getestet und sind letzt-endlich bei Miner-All mit D3 von Sticky Tongue Farms geblieben. Es haftet sehr gut an den Futtertieren und bis jetzt war kein Leopardgecko dabei, dem dies nicht geschmeckt hat. Das wichtige Vitamin D3 ist selbstverständlich darin enthalten. Achtet auf den gelben Deckel.

Gefüttert werden die Leopardgeckos ein- bis zweimal die Woche. Bei uns fressen die Tiere unterschiedlich, deshalb bekommt der eine mal mehr der andere weniger. Jungtiere bis etwa 3 Monate werden täglich gefüttert. Würmer werden nur als Leckerli verfüttert also ab und zu oder zum Fett-aufbau. Da der Fettgehalt bei Würmern sehr groß ist, werden die Tiere sehr schnell dick.

Quarantäne – ein muss:                                 

Die Quarantäne ist ein absolutes Muss, bei Anschaffung eines neuen Leos. Um gesunde Tiere zu halten und wem das Wohlergehen der Tiere am Her-zen  liegt, sollte dies umbedingt beachten.

So, wie läuft eine Quarantäne ab. Mal angenommen ihr wollt in einer be-stehenden Gruppe, ein neues Tier dazusetzen. Hier solltet ihr mindestens 3 Monate diese Quarantäne durchführen. Ihr könnt eine große Faunabox nehmen oder ein Glasterrarium. Der Boden wird mit Kuchentücher ausge-legt und täglich gewechselt. Die Einrichtung, ganz normal ein zwei Höhlen, Wetbox, Wasserschale und eine Schale mit Sepia nicht vergessen. Extra Pinzette usw., die Quarantäne Sachen dürfen nur für die Quarantänetiere benutzt werden. Desinfektionsmittel benutzen um Gegenstände zu reinigen. Ihr selber solltet Einweghandschuhe tragen oder die Hände desinfizieren damit ihr eventuelle Erreger nicht auf die gesunden Leos übertragen könnt oder an andere Haustiere.

In der Zeit der Quarantäne sollte man mindesten 3 Kotproben beim fach-kundigen Tierarzt abgeben oder in ein dafür geeignetes Labor einschicken. Getestet wird auf Parasiten , Würmer und ganz wichtig Cryptosporiden. Erst wenn die Proben mehrmals negativ ausgefallen sind, kann der neue Mitbe-wohner in das richtige Terrarium einziehen.

Karsten Grieshammer

G-Reptile Tutorial auf Youtube